Der Feinunzenpreis Gold ist in London, New York, Indien und Shanghai aufgrund eines schwachen Dollars auf einen neuen Rekord gesprungen.
Der Spotpreis für Gold erreichte mit 1107 Dollar pro Unze am frühen Morgen das bisher höchste Kursniveau.
Experten sehen die Ursache immer noch in dem Kauf einer Trange von 200 Tonnen Gold durch die indische Notenbank vom Internationalen Währungsfonds. Es wird erwartet, dass Russland oder China dem Beispiel Indiens folgen werden. Außerdem wird damit gerechnet, dass die US-Zinsen weiterhin auf einem Rekordtief verharren. Der Goldpreis ist allein im vergangenen Monat um 5,5 Prozent gestiegen, während der Dollar um 1,5 Prozent gegenüber einem Basket der wichtigsten sechs Hauptwährungen fiel.
Der Spotpreis erreichte am frühen Morgen in Singapur nach einem Anstieg von 12,28 Dollar bzw. 1,1 Prozent ein Rekordhoch von 1107,38 Dollar je Unze. Der Dollarindex, also der Index, der die Bewegung der US-Devise im Vergleich zu den sechs wichtigsten Handelspartnern inklusive Euro und Yen misst, fiel auf ein Zweiwochentief. Der Index verlor bereits 7,3 Prozent in diesem Jahr. Der Goldpreis stieg um 26 Prozent.
Finanzstream, den 9. November 2009