Finanzstream, den 5. Februar 2010 -Der Goldpreis fiel am frühen Morgen auf eine Dreimonatstief. Der Feinunzenpreis kostete zeitweilige 1049 Dollar, also 10 Dollar weniger als noch am Donnerstag. Grund war erneut der schwache Euro. Die Angst um Portugal, Griechenland und Spanien setzte die europäische Einheitswährung unter Druck. Anleger fürchten sich vor einem Dominoeffekt, der weitere Länder erfasst. Der Dollar stieg im Übernachthandel auf den höchsten Stand seit Mai 2009. Im asiatischen Handel viel der Euro gegenüber der US-Devise auf 1,3668 Dollar. Die Risikoaufschläge bei Kreditderivaten weiteten sich aus. Die Aktienmärkte setzten Talfahrt fort. Der deutsche Leitindex Dax gab 1,5 Prozent nach auf 5450 Punkte nach. Der Euro Stoxx 50 gab um 1,9 Prozent auf 2656 Zähler nach.
Anleger verkauft auch Anteile des SPDR Gold-ETF, des weltweit größten Gold-Exchange Traded Funds. Der Goldbestand reduzierte sich um 5,78 Tonnen auf 1104,55 Tonnen. Am Vortag hatte er bereits 6 Tonnen verloren. Viele andere Rohstoffe litten ebenfalls unter der Aufwertung des Dollars. So gab die Unze Silber um 14 Cents auf 15,14 Dollar nach, Platin verlor 28 Dollar auf 1481 Dollar je Unze. Nach dem Kursrutsch von 5 Prozent vom Donnerstag konnte sich der Ölpreis der Sorte West Texas Intermediate um 1 Prozent auf 74 Dollar verbessern.