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Passives Management gewinnt immer mehr Anhänger unter den institutionellen Investoren und den Privatanlegern. Es macht dabei den klassischen Fondsmanagern das Leben schwer. Immer mehr Gelder werden aus den Fonds abgezogen und fließen in Anlageprodukte wie die börsengehandelten Indexfonds, die auch Exchange Traded Funds (ETF) genannt werden, passive Rohstoffprodukte, die sogenannten Exchange Traded Commodities (ETC) und in Anlage-Zertifikate.

In Deutschland werden aktuell mehr als 180 Mrd. Euro in passiven Produkten verwaltet. Ein Ende dieser Entwicklung ist noch nicht abzusehen.

Der Ursprung des passiven Management kommt im Wesentlichen aus zwei unterschiedlichen Richtungen. Anfang der neunziger Jahre wurde der erste börsengehandelte Indexfonds in Nordamerika aufgelegt. Nach der positiven Entwicklung in den USA und in Kanada, hat das passive Management mit den ETF auch Europa und andere Teile der Welt erfasst. Derzeit erleben wir einen Boom regelrechten Boom mit zweistelligen Wachstumsraten gemessen an den Assets under Management. Der zweite Einfluss kommt durch die Anlage-Zertifikate (siehe Geschichte dort) im deutschsprachigen Raum. Diese in Form einer Schildverschreibung emittierten Produkte haben ihren Anfang in den achtziger Jahren des vorigen Jahrtausend in den Optionsscheinen. Die Entwicklung ist nach der Pleite des US-Investment Lehman Brothers ins Stocken geraten, weil Anlegern das Emittentenrisiko bewusst geworden ist.




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